2011

Ereignisse von Januar 2011 bis Dezember 2011





Mit Meistertitel den Berufsabschluss anvisieren

Harzer Jugendmeister am 27.Januar 2011 ermittelt

Küchevereinigung bietet ihrem Nachwuchs ausgezeichnete Vorbereitung

Von Peter Weiss

 


 CLAUSTHAL-ZELLERFELD. Eigentlich war es wie immer und doch etwas Besonderes. Zum letzten Mal organisierte die Vereinigung Harzer Köche ihren Nachwuchswettbewerb "Harzer Jugendmeister" im Festsaal des Rehazentrums Am Hasenbach. Mit der Fertigstellung des gleich nebenan gelegenen Klinikneubaus verliert die bisherige Einrichtung ihre Existenz.

Schottland zu Gast im Harz. "McHarz" lautete das Thema des Abends. Folgerichtig gab der Köchevorsitzende seinen, schottischen Namen Michael "McKlutt" preis. Zehn Köche, sechs Hotel- und vier Restaurantfachleute stellten sich den Jurys. Alle sind im dritten Lehrjahr und betrachten den Wettbewerb als willkommene Herausforderung vor der eigentlichen Berufs-Abschlussprüfung.

Für eine ausführliche Beschreibung schottischer Lebens- und Gastronomie-Eigenarten sorgte McKlutt in seinem Einführungsvortrag. Darin spielten Hafergrütze und Schellfisch, Schottenröcke und "Nessi", das Ungeheuer von Loch Ness, eine entscheidende Rolle.

Was fehlt noch, wenn man an Schottland denkt? - Der Dudelsack natürlich. Olaf Honig und Sohn Leif vom Clan "McHoney" aus Bad Harzburg entlockten Dudelsack und Trommel das bekannt einschmeichelnd-rasselnde Ohrenpfeifen.

Während die Köche noch am heißen Herd schwitzten, servierten die angehenden Hotel- und Restaurantfachleute mit Fisch und Suppe unter den Augen der Profiprüfer bereits zwei Vorspeisen. Die Prüfer achten dabei auf die klassischen Umgangsformen am Tisch. Wie wird serviert, wie wird das Menue angekündigt, wie ist der Umgang mit den Gästen?

 Zwischen Anmeldeschluss und Wettbewerb dezimierte sich das Kandidatenfeld bereits von insgesamt 40 um die Hälfte auf 20 Kandidaten, die nach festgelegten "Pflicht- und Kann-Komponenten" ihr Menue zusammenstellten und die Tische dem Thema entsprechend dekorierten..

Dehoga-Vorsitzender Thomas Pfeifer (Altenau) outete sich sogleich als Experte. Schließlich absolvierte er einen Teil seiner Ausbildung in Schottland. Er lobte die Ausrichtung der Veranstaltung als Fundament einer soliden Ausbildung. Kritisch bewerte Pfeifer die Lockerung der Ausbildungsvoraussetzung für die Betriebe in den 90er Jahren. Dieser Fehler räche sich jetzt. Eine 45-prozentige Durchfallquote bei den Abschlussprüfungen signalisiere zahlreiche Ausbildungsschwächen vor Ort. "Ich bin dafür, dass nur noch solche Betriebe ausbilden dürfen, die über wirklich qualifiziertes Personal verfügen", sagte er. Nur eine gute Ausbildung bringe am Markt den erwünschten Erfolg im Wettbewerb.

Für die Sponsorengemeinschaft unterstrich Sparkassenvorstand Hermann Mehrens den Werbewert der Meisterschaft. "Liebe geht bekanntlich durch den Magen", stellte er fest. Die Sponsoren leisteten ihren Beitrag deshalb zugleich auch als Werbeaufwand für die Region, der sich am Ende auszahle.

Die Siegerlisten

Köche/Köchinnen:
1. Timo Ostermeier (Oberharzer Rehakliniken, Clausthal-Zellerfeld)
2. Otto Stötzer (Romantischer Winkel, Bad Sachsa)
3. Sascha Schäfer (Hotel Englischer Hof, Herzberg)

 Hotelfachman/-frau:
1. Stephanie Krebs (Romantischer Winkel, Bad Sachsa)
2. Martin Bredow (Braunschweiger Hof, Bad Harzburg)
4. Josehpine Dräther (Parkhotel Weber-Müller, Bad Lauterberg)

Restaurantfachmann/-frau:
1. Kristina Poppe (Braunschweiger Hof, Bad Harzburg)
2. Leslie Plewa (Waldhaus Ölper, Braunschweig)
3. Lina Wegener (Hotel Sauerbrey, Osterode)

Alle anderen Kandidaten errangen einen vierten Platz.


Impressionen vom Harzer Jugendmeister 2011





Schriftliche Prüfung










Empfang der Gäste









Im Saal









Auf der Bühne
















Rund um den Küchenherd









Ein alkoholfreier Cocktail wird gemixt









Ihris Coffee liebevoll zubereitet














10 Tafeln mit dem Motto Mc.Harz









Fleißige Hände im Service






Prüfer für Service und Küche





Die Sieger



23.Februar 2011 Köcheversammlung

Harzer Köche auf Besuch im Kloster

 

"Cellarius"-Gastronomie lebt vom Wochenend- und Seminargeschäft

Harz. Europas Klöster gelten als Wiege der Kochkunst und Vollwertküche.

 

In den Klöstern spielte die Ernährung und die Heilkunst immer eine große Rolle, obwohl diese Küche keine Spur von Kargheit zeigte. Für die Vereinigung Harzer Köche waren solche Feststellungen Grund genug, ihre Monatsversammlung bei ihrem Kollegen Ingolf Hesse im Kloster Michaelstein abzuhalten.

 

Vor den Toren Blankenburgs haben in altehrwürdigen Räumen ein Museum und die Musikakademie Sachsen-Anhalt ihren Sitz. Die "Stiftung Kloster Michaelstein" steht nach eigenem Bekenntnis für hervorragende Konzerte, gilt als Standort für ausgezeichnete Seminare und macht durch weiterführende Forschung auf sich aufmerksam. Sie hat seit vielen Jahren einen festen Platz in der europäischen Fachwelt. In der neueren Zeit erfreut sich aber auch der eigentliche Klosterkomplex größerer Beliebtheit, wächst das Interesse an der Historie. Das einst dem Erzengel Michael geweihte Kloster steht wie zur Gründungszeit abseits des städtischen Lebens, in idyllischer Harzrandlage. Die unterschiedlichsten Nutzungen und notwendigen Veränderungen brachten Michaelstein sein unverwechselbares Gepräge.

 

Das "Cellarius"-Restaurant auf dem Klostergelände lebt nach den Worten von Gastronomie-Geschäftsführer Matthias Wegerich vom Wochenend- und Seminarbetrieb. Mit der Küche im Erdgeschoss und einer Ausgabe der ersten Etage ist es möglich, 80 Gäste gleichzeitig zu beköstigen.

 

Das Interesse der Köche galt insbesondere der eher spartanisch ausgestatten Küche. Hier muss jeder Handgriff der Mitarbeiter sitzen, damit sich im Hochbetrieb kein Chaos einstellt.

 

"Lange Anfahrt, kurzes Programm." Mit diesen Worten skizzierte Volker Berrisch in Vertretung seines Vorsitzenden Michael Klutt die eigentlichen Versammlungsthemen: Rückblick auf den Harzer Jugendmeister und die Situation der Köcheverbände in Bund und Land.

 

Die Lage beim Verband der Köche Deutschlands erscheint im Augenblick unübersichtlich, sagte Berrisch. Nach einem Wechsel im Präsidium gebe es Kommunikationsprobleme. Auch die niedersächsische Filiale des Verbandes vermittle keinen viel besseren Eindruck.

 

Nächste Köchezusammenkunft ist die Jahreshauptversammlung am Montag, 28. März, um 15.30 Uhr im Hotel "Zum Paradies" in Herzberg. Anträge müssen bis 14 Tage vor Versammlung beim Vorstand eingereicht werden.

 












28.März 2011 Jahreshauptversammlung in Sieber

Mit dem Nachwuchs unzufrieden

 

Harzer Köche bedauern laxen Umgang mit Fortbildungsangeboten

 

HARZ. Zu ihrer Jahreshauptversammlung kam die Vereinigung Harzer Köche im Hotel Paradies (Herzberg) zusammen. Vorsitzender Michael Klutt ließ in seinem Bericht das Köchejahr Revue passieren. Dazu gehörten unter anderem die monatlichen Veranstaltungen der Vereinigung und die Harzer Jugendmeisterschaft.

 

Der Nachwuchswettbewerb hat definitiv zum letzten Mal in der Clausthal-Zellerfelder Klinik am Hasenbach stattgefunden. Die Küche steht künftig wegen des Neubaus nicht mehr zur Verfügung. Oberstudiendirektorin Hanna Kopischke sprach deshalb bereits eine Einladung in die berufsbildenden Schulen nach Bad Harzburg aus.

 

Als bedauerlich wird unter den Köchen nicht zum ersten Mal das Desinteresse des Köchenachwuchses sowie der Hotel- und Restaurantfachleute an dem Wettbewerb und der laxe Umgang mit den Anmeldungen bezeichnet. Ein unentschuldigter Ausfall von 50 Prozent gehört schon fast zur Normalität.

 

Der Bericht von der Jugend-Niedersachsenmeisterschaft in Lüneburg enthielt kaum positivere Mitteilungen. Einige Kandidaten ohne große Praxiserfahrung seien fehl am Platz gewesen, meinte der als Juror eingesetzte Michel Klutt. Die Harzer Teilnehmer haben nach seinen Worten „leider keine vorderen Plätze“ belegt. Dagegen werden Organisation und Gemeinschaft der Köchevereinigung bei der Vorbereitung sehr gelobt. Die Sieger kommen diesmal aus Göttingen. In den letzten Jahren hatte Hannover die Nase vorn.

 

Unter diesen Umständen ist es fast kein Wunder, dass die Jugendgruppe aus 28 Azubis eingeschlafen ist. Im Sommer soll ein neuer Anlauf unternommen werden. „Es ist uns ein Anliegen, dafür Geld und Material bereit zu stellen“, sagte Michael Klutt. In vielen Betrieben würden die eigentlich erforderlichen Fertigkeiten eines Kochs nicht mehr vermittelt. Dazu Angelika Klutt „Die jungen Leute haben Probleme mit der Sauberkeit des Arbeitsplatzes und können kaum noch Flambieren und fachgerecht tranchieren.“

 




Hanna Kopischke unterbreitete den Harzer Köchen das Angebot, den Harzer Jugendmeister 2012 in den berufsbildenden Schulen Bad Harzburg zu organisieren. Michael Klutt (links), Jörg Schlamelcher und Volker Berrisch und ihr Vorstand werden darüber beraten.

11. April 2011 Köcheversammlung Walpurgishof in Hahnenklee

Luxus zu Jugendherbergspreisen?

 

Harzer Köche beschäftigen sich erneut mit ihrem Nachwuchs - Preisstandard kritisiert

Von Peter Weiss

 

HARZ. Nachwuchsprobleme lassen die Vereinigung Harzer Köche nicht los. In der April-Monatsversammlung ging es im Hahnenkleer Walpurgishof im Rahmen der Berichte über die niedersächsischen Jugendmeisterschaft erneut um die Qualifikation von Jungköchen und Servicekräften. Es sieht so aus, als ob der Berufsstand früher als andere vom so genannten demografischen Wandel betroffen ist.

 

Der rote Teppich sei für jugendliche Bewerber bereits wieder ausgerollt, sagte Angelika Klutt aus ihrer Erfahrung der berufsbildenden Schulen. Dennoch klagen die Betriebe stärker als zuvor über Qualifikationsdefizite bei den Interessenten. "Ich führe Bewerbergespräche nur noch im Beisein der Eltern" berichtete Axel Bender, Eigentümer des Walpurgishofes.

 

"Sie hätten mir doch sagen müssen, dass ich hier arbeiten muss." Ein solcher "erfundener" Satz, gibt nach den Worten von Bender die Situation in mancher Betriebsküche wieder. Und Vorsitzender Michael Klutt fügt hinzu: "Wir müssen Bruchrechnung anhand von Kuchenstücken üben."

 

Die Kritik der Gastronomie richtet sich nicht nur an Schulen, sondern in gleichem Maße auch an die Elternhäuser. Wo Verantwortung nicht mehr vorgelebt werde, gehe sie dem Nachwuchs schnell verloren.

 

Die Gastronomie bietet nach Überzeugung der Köchevereinigung tolle Chancen, auch wenn Köche und Servicekräfte zumindest am Anfang einer Berufskarriere nicht zu den hoch bezahlten Mitarbeitern zählen.

 

Für Timo Ostermeier, Sieger beim Nachwuchswettbewerb Harzer Jugendmeister 2011 und wohl auch Ausnahmejungkoch, gehören Berufsmeisterschaften in die Kategorie "Erfahrungen sammeln". Bei den niedersächsischen Meisterschaften in Lüneburg habe er "immer noch einiges falsch gemacht". Er sei deshalb in der Konkurrenz mit den anderen 21 Ausbildungsstandorten nur im hinteren Mittelfeld gelandet. Dennoch würde er sich dem Wettbewerb jederzeit wiederum stellen.

 

Leider, so Angelika Klutt, leiden die Niedersachsenmeisterschaften unter ziemlich "undurchsichtigen Bewertungsmerkmalen", so dass man sich nicht darauf verlassen kann, einen Fehler aus diesem Jahr im nächsten Jahr auszubügeln.

 

"Ohne Nachwuchs hat unser Beruf keine Zukunftsperspektive." Diese von Axel Bender getroffene Aussage wird von den Köchen vorbehaltlos unterstrichen. Der Patron, dessen Walpurgishof mit vier Sternen ausgezeichnet ist, übt zugleich scharfe Kritik an der sich ausbreitenden "Geiz ist geil"-Mentalität unter der Bevölkerung. "Die Leute erwarten Luxusstandard zu Jugendherbergspreisen."

 






Köche in der Küche: Jörg Schmeisser, Souchef im Walpurgishof, und Jungköchin Melanie Krüger erläutern ihre Aufgabenfelder. Links Jörg Schlamelcher und Herbert Pfeil, rechts Köche-Ehrenmitglied Kurt Wiese.
‚Axel Bender führt Bewerbergespräche mit noch im Beisein der Eltern seiner künftigen Azubis.
Timo Ostermeier, Harzer Jugendmeister 2011, betrachtet Wettbewerbe als wichtige Erfahrungsfelder.















30. Mai 2011 Monatsversammlung in Altenbrak

Forellenfang wird garantiert

Vereinigung Harzer Köche zu Gast in der Fischzuchtanlage Altenbrak

Von Peter Weiss

HARZ. Schon die Anreise war ein Erlebnis. Der Fischzuchtbetrieb Zordel in

Altenbrak, den Köchevorsitzender Michael Klutt im Mai als Ziel seiner

monatlichen Zusammenkunft ausgesucht hatte, ist auf keinem Navigationsgerät

verzeichnet. So zog sich die Ankunft der Teilnehmer in die Länge.

 

"Einmal ohne Tagesordnung zusammensitzen und das Gespräch mit den Kollegen

suchen", ist die Absicht einer solchen Zusammenkunft. Gleichzeitig etwas

über ein Nahrungsmittel zu erfahren, mit dem man als Koch nicht jeden Tag,

aber immer wieder zu tun hat, ist ein zusätzlicher Anreiz.

 

Für Anlagenleiter Jörg Handschack sind Führungen durch die Forellenzucht

tägliche Routine. Einzelheiten über Wasserqualität, Fischwachstum und

Liefermodalitäten gehen ihm leicht über die Lippen. Eine halbe Million

Forellen landen allein aus diesem Betrieb in jedem Jahr auf den Tellern von

Gastronomiebetrieben im Umkreis von gut 100 km.

 

Die "normale" Regenbogenforelle, die man im Harz verzehrt, kommt nach den

Worten von Michael Klutt aus Dänemark. "Asylantenforellen" nennt der

Kochchef die Fische. Die in Altenbrak besichtigte Betriebsgröße ist für ihn

deshalb "absolut bemerkenswert".

 

An Wochenenden mutiert die Fischzucht im Bodetal zu einem Mekka der

Forellenangler. Einer der Freiluftteiche enthält so viele Fische, dass

jedem, Hobbyangler der Fang garantiert werden kann.

 




Die Harzer Goldforelle, eine besondere Züchtung



Impressionen von der Versammlung















Juni - Versammlung 2011 entfällt


Juli - Versammlung 2011 entfällt


Monatsversammlung August 2011




Harzer Köche vor der Köte in der Alten Harzstrasse



Abseits vom Programm über "Gott und die Welt" plaudern

Vereinigung Harzer Köche verbringt einen angenehmen Abend in der Alten Harzstraße

Von Peter Weiss

"Da wir normalerweise Juli/August Sommerpause haben, dachten wir an ein formloses

Treffen unter Kollegen ohne Programm", hieß es in der Einladung von Köchechef Michael

Klutt zum August-Treffen. "Alfred schmeißt seinen Ofen an und verwöhnt uns in seiner

Köte." Alfred, das ist unser Kollege Alfred Appel im Hotel Zur Alten Harzstraße im

Osteroder Ortsteil Freiheit.

Alfred und Monika Appel erwiesen sich einmal mehr als perfekte Gastgeber. In ihrem

familiär geführten Haus mit leistungsstarker Küche packen Chef und Chefin selbst mit an.

Nicht überall ist das heute noch selbstverständlich.

Erfrischungscocktail und beste Grillspezialitäten waren ideale Voraussetzungen für die

Zusammenkunft "ohne Programm", bei dem sich an den Tischen einmal "weg vom Beruf "

über Gott und die Welt geplaudert werden konnte. Da war es kein Wunder, wenn es um ganz

persönliche Gespräche ("wir dachten, Ihr seid in Spanien") ebenso ging wie um die große

Politik ("Wer weiß schon, wohin das mit den Preisen geht") und das kommunalpolitische

Umfeld ("Kandidierst Du wirklich für den Rat in Deiner Stadt"?)


Grillnachmittag in der Alten Harzstrasse














Monatsversammlung September 2011


Vom Schmiedefeuer zum Glen Els

Harzer Köche verlegen Monatsversammlung in deutsche Whiskybrennerei

Von Peter Weiss

 

ZORGE. Kräuterliköre wie Harzer Grubenlicht oder Schierker Feuerstein sind weitläufig bekannt. Aber Harzer Whisky? Gibt es den wirklich? Das wollten die Harzer Köche ganz genau wissen und verlegten ihre Monatsversammlung im September kurzerhand nach Zorge, in die Hammerschmiede.

 

Die Spirituosenmanufaktur Hammerschmiede ist eine der kleinsten Manufakturen für Spirituosen in ganz Norddeutschland. "Für uns sind traditionelle Herstellungsweisen und damit verbundene Werte, sowie eine Wertschätzung des rein Natürlichen von großer Bedeutung", sagt Unternehmensgründer und Inhaber Karl Theodor Buchholz. Produktqualität durch Handarbeit, Leistungsbereitschaft und Kompromisslosigkeit beim Wareneinsatz sind seine Geschäftsgrundsätze.

 

Buchholz ist den Köchen nicht ganz unbekannt. Er ist Dehoga-Mitglied, denn seinen Ursprung hat die Familie in der Harzgaststätte Hammerschmiede in Wieda. Obwohl die Gaststätte gut läuft, beginnt Buchholz bereits 1985 mit der Spirituosenentwicklung. "Schmiedefeuer", ein 56-prozentiger Kräuterlikör, heißt das erste Produkt.

 

2002 wird erstmals ein Single Malt Whisky aufgelegt, der allerdings erst nach dreijähriger Reifung verkauft werden kann. Der Glen Els Harzer Single Malt Whisky beginnt im Jahr 2005/2006 mit einem so exzellenten Start, dass die seit Mitte 2005 verwaiste Hammerschmiede in Wieda schon Mitte 2007 als Fasslager wieder ins Unternehmen eingegliedert wird.

 

In launigen Worten führt Karl-Theodor Buchholz die Köche durch seinen Familienbetrieb, in dem auch Ehefrau und Sohn tätig sind. Die Küchenchefs lassen sich das imposante Holzfass-Lager (hier reifen 60 000 Liter Whisky), die Destillation und die Produktpalette zeigen. Kräftiges Aroma steigt ihnen in die Nasen.

 

Wie überlebt ein so kleines Unternehmen im Meer internationaler Produzenten? "Man besetzt eine Nische", sagt Juniorchef Alexander Buchholz. "Wer erwartet schon einen Whisky aus dem Herzen Deutschlands?" Qualitativ kann der "Glen Els" (Tal der Els) mit jedem anderen Produkt mithalten. Und wohl auch mit den Preisen. "Gute Qualität hat eben seinen Preis", sagt Alexander Buchholz.

 

"Unsere Region ringt überall um Qualität", fügt Köchevorsitzender Michael Klutt hinzu. Die Hammerschmiede lockt in jedem Jahr gut 25 000 Besucher an, die an Betriebsführungen teilnehmen. "So etwas brauchen wir", meint Klutt. Das Unternehmen sei ein Beispiel dafür, dass sich eine gute Idee auch gut vermarkten lässt.


















Der gute Tropfen wird genussvoll verkostet



Monatsversammlung Oktober 2011

Die Oktoberversammlung entfällt


Monatsversammlung November 2011

Menüs aus dem Warenkorb von 1972 zaubern

 

Harzer Köche blicken auf die Anfänge ihrer Jugendmeister zurück

Von Peter Weiss

 

CLAUSTHAL-ZELLERFELD. Kritisch ins Gericht ging Michael Klutt, Vorsitzender der Harzer Köche, jetzt mit seinem bundesweiten Dachverband. Der Verband der Köche Deutschlands habe sich nicht mit Ruhm bekleckert, als es um die Ehrung von Kurt Wiese ging, sagte er auf der Monatsversammlung im Hotel Goldene Krone.

 

Die Übermittlung einer Urkunde sei "schofelig", zumal es wahrscheinlich kein anderes der rund 14 000 Mitglieder gäbe, die dem Verband 60 Jahre lang die Treue gehalten haben. Die Harzer Köche wollten ihrem Kollegen jedenfalls das Jubiläum persönlich gestalten und hatten einen großen Präsentkorb mitgebracht.

 

Der 90-jähringe Wiese ist in der Branche weithin bekannt. Nach Kochausbildung und Jungkoch-Tätigkeit in Bad Oeynhausen arbeitete er nach dem Krieg in Bad Pyrmont und Frankfurt. Die Hahnenkleer kennen ihn von 1963-2008 aus der Villa Waldfrieden. Wiese gewann Goldmedaillen und Ehrenpreise bei Wettbewerben in Hannover und Osterode. Er ist Ehrenpräsident der Harzer Köche und saß 35 Jahre lang in der Prüfungskommission der Industrie- und Handelskammer.

 

Die Goldene Krone stellte sich den Köchen als neuzeitliches Hotel vor, das seine lange Geschichte nicht verleugnet, wie ein Besichtigungsrundgang bestätigte. "Bodenständig mit exzellentem Einschlag" möchte sich das familiär bestimmte Team verstanden wissen.






Aus der Versammlung-Küchenchef Wachsmuth berichtet über seine Aktionen




Michael Klutt und Volker Berrisch gratulieren Ihrem Ehrenpräsidenten
Kurt Wiese zur 60 jähriger Mitgliedschaft im Verband der Köche Deutschlands.



Monatsversammlung Dezember 2011

Betriebswechsel gehört bei den Köchen zum guten Ton

Nur wer unterschiedliche Betriebe und Regionen kennt, kann variabel kochen

HAHNENKLEE. Weihnachten und Jahreswechsel stehen bei der Vereinigung Harzer Köche ganz im Zeichen von Kommunikation und persönlicher Begegnung. So waren eine angeregte Kaffeetafel im Walpurgishof (Hahnenklee), das "Wichteln" mit kleinen Aufmerksamkeiten und ein kurzer Jahresrückblick der angemessener Rahmen dafür.

 Der Verein "altert" deutlich, wie man am Kreis der regelmäßigen "Stammbesucher" erkennt. Das ist jedoch nach den Worten des Vorsitzenden Michael Klutt eben so "normal", wie bei Köchen ein manchmal ziemlich schneller Betriebswechsel üblich ist. Jungköche kochen immer nach den Vorgaben, die sie im Ausbildungsbetrieb kennen gelernt haben, erklärt Klutt. Wer weiterkommen möchte, muss sich in der Branche umsehen, bei neuen Chefs und in anderen Unternehmen Herausforderungen und Erfahrungen suchen. "Erst wenn man solche Stationen, vielleicht auch einen Auslandsaufenthalt hinter sich gebracht hat, wird man selbst kreativ."

Die Kollegen betrachten den Wechsel als Normalität. Klutt hat gerade eine Vereinskündigung erhalten, weil das Ex-Mitglied als Koch ins Ausland geht und in absehbarer Zeit nicht zurückkehren wird. Regelmäßige Besucher der monatlichen Köcheversammlungen sind jedoch diejenigen, die mit einem eigenen Betrieb selbstständig und damit in der Region verankert sind.

Für die Besinnlichkeit bei der Weihnachts- und Jahresabschlusszusammenkunft war Gisela Schulte eingeladen worden. Die Vorsteherin aus der Kirchengemeinde verband christliche Gedanken zum Fest mit eigenen Beobachtungen und einer Vorlesegeschichte.

 

 


Impressionen aus der Versammlung