2015

Ereignisse von Januar bis Dezember 2015


Neujahrsempfang am 15. Februar






Der Spiegel regt die Köche auf

 

 

 

Der Jahresauftakt ist bei den Harzer Köchen im Februar traditionell mit einem außergewöhnlichen Versammlungsort verbunden. Diesmal war es die Alte Harzstraße von Monika und Alfred Appel in Osterode-Freiheit...... werden wir auf das neue Jahr mit einem Gläschen Sekt anstoßen. Danach laden wir zu einem deftigen Grünkohlessen ein“, hatte Vorsitzender Michael Klutt in die Einladung geschrieben.

 

 

 

Vor dem Essen kommt bei den Harzer Köchen die Arbeit. Michael Klutt berichtete aus dem Köche-Landesvorstand. Das Gremium hat sich auf einen optimalen Arbeitsablauf verständigt. Klutt: „Die Atmosphäre ist sehr angenehm.“

 

 

 

Nicht so gut voran kommt dagegen die Satzungsdiskussion beim Verband Deutscher Köche. Zwar liegt ein Entwurf vor, der jedoch vor seiner Verabschiedung noch mehrere Hürden überwinden muss.

 

 

 

Für die Arbeit bei den Harzer Köchen im laufenden Jahr erwartet Klutt Vorschläge seiner Kollegen. Sein Vorschlag: „Wir könnten ein Jahresprogramm entwerfen, so dass jeder weiß, welche Veranstaltungen ihm besonders zusagen.“

 

 

 

Eine kontroverse Diskussion entstand über einen Spiegel-Artikel zur Köcheausbildung. „Wer Glück hat, lernt wenig, wer Pech hat, lernt nichts“, heißt in dem Nachrichtenmagazin. Die katastrophale Kritik der Azubis an der Köcheausbildung, wie sie im letzten Spiegel zitiert wird, sei einseitig, denn es gibt viele Betriebe, die eine vorbildliche Ausbildung bieten. „Aber“, so Klutt, „Wir müssen uns der Kritik stellen, dem Negativ-Image entgegenwirken und den schwarzen Schafen die gelbe Karte zeigen.












Jahreshauptversammlung am 25.März 2015






Schwarze Schafe bei weißen Köchen

 

Vereinigung Harzer Köche bilanzieren das abgelaufene Jahr – Spiegel-Artikel noch immer Gesprächsstoff

 

 

 

Herzberg. In Paradies eingeladen waren die Mitglieder der Vereinigung Harzer Köche zu ihrer Jahreshauptversammlung. Paradies, so heißt das Hotel des Vorsitzenden Michael Klutt in Herzberg-Sieber.

 

Seinen Bericht verpackte Klutt in einen Rückblick auf die Veranstaltungen des vergangenen Jahres. Dazu gehörten unter anderem eine Brauereibesichtigung in Altenau, ein Besuch am Kuttelbacher Teich in Hahnenklee oder ein Neujahrsempfang in Osterode-Freiheit.

 

Der Harzer Jugendmeister wurde mangels ausreichender Interessenten nicht ausgetragen. Dafür soll es 2015 wieder einen Nachwuchswettbewerb geben.

 

Mit 94 Mitgliedern ist der Verein nach den Worten seines Vorsitzenden „relativ stabil“. Aus den größeren Städten in Niedersachsen werden größere Fluktuationen gemeldet. Schwierigkeiten bietet die Nachwuchspflege. Die Auszubildenden im zweiten und dritten Lehrgang werden in ihren Betrieben zeitlich sehr gefordert. Ihre Neigung, darüber hinaus an freiwilliger Fortbildung teilzunehmen, ist ziemlich begrenzt.

 

Der im vergangenen Jahr neu installierte Jugendwart Torsten Reitzig ist noch auf Informationstour. Auf den wichtigen Gastronomie Messen beobachtet er, welche Initiativen andere Landesverbände ergreifen.

 

Beim Achenbach Wettbewerb (Landesmeisterschaft), der in Soltau ausgetragen wurde, stellten die Harzer Köche mit Michael Klutt den Vorsitzenden. Dabei geht es ganz klassisch zu“, sagte der Harzer Oberkoch. Jeder Teilnehmer kocht ein Gericht für sechs Personen und löst zuvor eine Reihe von theoretischen Aufgaben. Der Harz hatte leider keinen eigenen Vertreter und musste sich einen Jungkoch aus Lüneburg „ausleihen“. Die Siegerin Maren Meier kommt aus Schneeverdingen.

 

Noch immer wabert bei den Köchen ein überaus kritischer Spiegel-Beitrag über den Versammlungen. „Nicht alles daran war falsch“, sagte Klutt. Bedauerlicherweise gäbe es in der Branche immer wieder schwarze Schafe.


Monatsversammlung Mai in Bad Harzburg








Arbeiten, wo andere Urlaub machen

 

Diesen Leitsatz kennen die Mitglieder der Vereinigung Harzer Köche nur allzu gut

 

Bad Harzburg. Die Harzer Köche tun das ihre, um den Harz auch kulinarisch attraktiv zu gestalten. Auf der sommerlichen Mitgliederversammlung sollten die Köche ihre Gegend diesmal als Gäste genießen.

 

Zu Beginn der Sommersaison hat der Vorstand der Fachvereinigung seine Mitglieder in die Kurstadt eingeladen, als Kurgäste oder Touristen, an einen besonders schönen Ort: Das Café Aussichtsreich. Das Haus befindet sich auf dem schönsten Berg im Harz, so schreibt jedenfalls der Betreiber. Der hier mögliche Rundumblick vom Bad Harzburger Burgberg überzeugt wohl viele Harzbesucher, denn das Gast- und Logierhaus ist sehr gut besucht. Besonders an diesem Ort erweist sich Harzer Gastronomie als i-Tüpfelchen auf einem touristisches Highlight.

Im Wesentlichen war es dem Vorstand gelungen, dass die Harzer Köche diesmal in die Rolle der Harzbesucher schlüpfen konnten, aber einige nahmen das Angebot der Kollegen an und ließen sich das Haus auch einmal backstage zeigen, schauten sich also den Bereich an, in dem Köche ihrem Job nach gehen. Sie konnten feststellen, dass hier auf dem Burgberg großzügig investiert worden war, und erkennbar erfolgreich.

Im Mittelpunkt stand diesmal aber der gemütliche Teil der Veranstaltung bei Kaffee und Kuchen. Küchenmeister Michael Klutt (Herzberg) erinnerte in einem kurzen Statement, dass die Harzer Köche schon vor der Wende Kontakt zu ihren Ostharzer Berufskollegen aufgenommen hatten und sie mit Rat und vor allem Tat unterstützten. - Das ist aber inzwischen alles Geschichte. Seit der Wiedervereinigung hat sich die dortige Gastronomie sehr vorzüglich entwickelt, auch dank erheblicher Zuschüsse des Landes Sachsen-Anhalt, während hier im Westharz der Wegfall der Zonenrandförderung die Entwicklung bremste. Die neusten Zahlen weisen aber darauf hin, dass auch der Niedersächsische Teil des Harzes wieder im Kommen ist, trotz der oft negativen Berichterstattung im Fernsehen und der Presse.

Inzwischen sind unter dem Dach des Verbandes der Köche Deutschlands die Berufskollegen in Sachsen-Anhalt vergleichbar organisiert wie hier in Niedersachsen. Aber auch bei diesem Köchetreff waren wieder Kollegen aus Wernigerode dabei. Die Harzer Köche würden es begrüßen, wenn der Harz touristisch als Einheit auftreten würde und nicht als Flickenteppich von Bundesländern, Landkreisen und Orte
Pe

 


Monatsversammlung Juli 2015








Köcheverband will Basis mitreden lassen

Harzer Mitglieder halten Führungsgremien für zu groß – Vereinsorganisation ausreichend

Hahnenklee. Ihre Juli-Monatsversammlung verlegte die Vereinigung Harzer Köche unter den freien Himmel, nämlich ins Waldschwimmbad am Kuttelbacher Teich in Hahnenklee-Bockwiese. Die Sommer-Zusammenkunft ist zugleich beruflicher und privater Informationsaustausch. In der Branche gibt es immer etwas Neues.

Diesmal war es die Struktur des Verbandes der Köche Deutschlands (VKD), die sich Vorsitzender Michael Klutt vorgenommen hatte. Der Verband, dem rund 9000 Mitglieder angehören, möchte der Basis einen größeren Einfluss einräumen. „Daran wollen wir uns gern beteiligen“, sagte Klutt in seiner Eigenschaft als Vorsitzender der Harzer Köche und Landesvorsitzender des VKD.

Sein Vorschlag: Der Verband solle sich wie ein Verein organisieren und seine bisher übermäßig großen Führungsgremien verkleinern. Derzeit gibt es ein Präsidium mit einem Präsidenten und vier Vizepräsidenten. Diese gehören auch dem Vorstand an, dem weitere sieben Fachausschuss-Vorsitzende zugeordnet sind.

„Das sind viel zu viele Köpfe“, meint Michael Klutt. Seiner Meinung nach reicht ein kleiner Vorstand, wie es im Vereinsrecht vorgeschrieben ist. Einen entsprechenden Vorschlag hat er offiziell eingereicht. „Ich bin nun gespannt auf die Reaktion“, sagte er.

Als erfreulich wurde in der Versammlung die Ehrung für Hans Friedrich Brix aus Seesen durch den Köcheverband betrachtet. Der ehemalige Berufsschullehrer ist seit 40 Jahren Verbandsmitglied. „Durch Ihr Auftreten für unseren Berufsstand haben Sie dazu beigetragen, dass das Ansehen des Köche-Berufsstandes große Wertschätzung erfahren hat“, schreibt Präsident Andreas Becker und fügt der Anerkennungsurkunde eine Ehrennadel bei.

 


Monatsversammlung Oktober - Oktober fest in Herzberg




Die Verlockung ist nicht sehr groß

Vereinigung Harzer Köche bedauert die Abstinenz bei der Nachwuchsförderung

Herzberg. Um verschiedene aktuelle Probleme ging es auf der Oktoberversammlung der Harzer Köche, die als Oktoberfest im Wirtshaus Harzklause in Herzberg organisiert worden war. Vorsitzender Michael Klutt berichtete aus mehreren überregionalen Gremien.

 

So werde es immer schwerer, qualifizierten Nachwuchs für die Fortbildung zu finden. Die Zeit sei vorbei, in der Hotel- und Restaurantfachleute und Köche für einen gemeinsamen Wettbewerb problemlos gefunden werden konnten.

 

Die meisten Betriebe nehmen ihre jungen Leute so sehr in Anspruch, dass kein Platz für andere Aktivitäten bleibt. An ihrem „Aushängeschild“, dem Harzer Jugendmeister, soll jedoch festgehalten werden. Selbst wenn man sich auf ein niedrigeres Niveau einstellen muss.

 

Wenig erfreulich ist auch die Erkenntnis, dass ein im November vom Landesverband der Köche organisiertes Jugend-Camp auf Usedom noch immer auf ausreichend Anmeldungen wartet. „Selbst wenn es nichts kostet, ist die Verlockung nicht sehr gross“, sagte Klutt.

 

Bewegung kommt dagegen in die Abgrenzung der Landesverbände. Klutt kündigte eine Initiative der Zusammenarbeit ein. So könnte man sich eine bessere Kooperation mit den Stadtstaaten vorstellen, die von Niedersachsen umschlossen sind.

 

 


Monatsversammlung Dezember mit Weihnachtsfeier 2015




 

Nachwuchswettbewerb fällt zum zweiten Mal hintereinander aus

 

Clausthal-Zellerfeld. Zum zweiten Mal hintereinander fällt der von der Vereinigung Harzer Köche organisierte Nachwuchswettbewerb „Harzer Jugendmeister“ aus. Mit dieser Mitteilung überraschte Vorsitzender Michael Klutt seine Mitglieder auf der Dezember-Versammlung, die als weihnachtliche Zusammenkunft abgehalten wurde.

 

Jugendwart Torsten Reitzig hat auf seiner Kandidatensuche in den letzten Wochen mehr als 20 Betriebe persönlich angesprochen und war nirgends erfolgreich. Selbst die in der Vergangenheit stets kooperative Industrie- und Handelskammer hat diesmal gemauert und sich bei der Frage nach fachlich qualifizierten Auszubildenden mit dem Datenschutz herausgeredet.

 

Auch die Berufsschule passt. „Es hat keinen Zweck, die Veranstaltung ohne eine angemessene Beteiligung der Azubis selbst durchzuführen“, stellte Michael Klutt fest. Es sieht so aus, als ob die Herzer Köche diesmal im eigenen Saft schmoren.

 

Da kommt einer Idee des ehemaligen Vorstandsmitgliedes Dirk Peters besondere Bedeutung zu. „Warum organisieren wir nicht einmal eine öffentliche Veranstaltung, bei der unsere gestandenen Köche selbst ihr Können unter Beweis stellen“, fragte er in die Runde und erntete dafür weitgehende Anerkennung. Eine Art „Seniorenmeisterschaft“? Warum nicht? Die Anregung soll jedenfalls weiter verfolgt werden.

 

In einem kurzen Jahresrückblick lobte Klutt das Verfahren, die Zusammenkünfte nicht mehr unbedingt jeden Monat, sondern nach Bedarf, einzuberufen. 2015 hat der Vorstand die Mitgliedschaft auf diese Weise alle zwei Monate auf dem Laufenden gehalten.