2013

Ereignisse von Januar bis Dezember 2013


Monat Versammlung im Hotel zum Röddenberg Osterode



Ein Nachdenklicher 1. Vorsitzender





Nachwuchswettbewerb muss noch Klippen überwinden

Harzer Köche verschieben die Jugendmeisterschaft – Nachwuchsprobleme nicht gelöst

Von Peter Weiss

OSTERODE. Bei der Vereinigung der Harzer Köche beginnt das Jahr regelmäßig im Februar. In die Monatsversammlung kommen die Kollegen dann nicht nur wegen der Informationen sondern wohl auch um zu sehen, wie es bei den anderen aussieht und wie sie ihr Metier bewältigen.

 

Ziel war diesmal das Hotel Zum Röddenberg von Familie Sturm in Osterode, das als reines Familienunternehmen betrieben wird. Angestoßen wurde auf ein „möglichst stressfreies Jahr“.

 

Dabei sieht es im Augenblick noch nicht danach aus. Das Veranstaltungs-Flagschiff des Vereins, die Harzer Jugendmeisterschaft, musste schon mal aus dem Januar auf den November verlegt werden. Nach einigen internen Querelen ist Angelika Klutt nämlich von der Serviceleitung bei der Veranstaltung zurückgetreten.

 

Nun wird dringend ein Ersatz gesucht, denn ohne Service geht es nicht. „Wo gibt es also fachlichen Ersatz, dem es gelingt, die Organisation auf die Reihe zu bekommen“, fragte Vorsitzender Michael Klutt in die ziemlich ratlose Runde, die mit einer solchen Reaktion nicht gerechnet hatte.

 

„Ich sehe das Projekt 2013 am Rande einer Gefahr“, meinte der Vorsitzende. „Wir machen es schließlich nicht für uns, sondern für die jungen Leute“, legte er seinen Kollegen aufs Herz. Die seit 40 Jahren etablierte Veranstaltung dürfe nicht kaputt gehen. Schließlich sei man beispielgebend für andere Institutionen, „die sich an unserem Modell orientieren“.

 

Offensichtlich gibt es zwischen Schul- und Köche-Interessen in dieser Hinsicht manche Differenz. So geht unter anderem um die Frage um, ob die Azubis der

Betriebe des Südkreises vom Harzer Jugendmeister ausgeschlossen sind.

 

„Natürlich nicht“, stellte Klutt fest. Es sei aber Tradition, dass nur die Schüler der Harzer Berufsschulen am Wettbewerb beteiligt sind. Göttinger Berufsschüler haben einen gleichartigen eigenen Wettbewerb und könnten deshalb im Falle eines Sieges beim Harzer Jugendmeister nicht an der Niedersachsenmeisterschaft teilnehmen.

 

Nicht zum ersten Mal ist die Vereinigung Harzer Köche auf der Suche nach einer Verjüngung. Obwohl mehrere Nachwuchs-Versuche unternommen wurden, ist kein Silberstreif am Vereinshimmel zu erkennen. Nachwuchsköche seien in ihren Betrieben stark eingebunden und zeigten deshalb keine übermäßige Begeisterung bei der Übernahme von Verantwortung. Auf den höheren Ebenen des Landes und des Bundes sieht es beim Verband deutscher Köche kaum besser aus.


Jahreshauptversammlung der Harzer Köche im Hotel Parardies im Siebertal


Küchenmeister Michael Klutt ist zum Vorsitzenden des Landesverbandes der Köche Niedersachsens im Verband der Köche Deutschlands gewählt worden






Harz. Im Paradies, nämlich im gleichnamigen Siebertal-Hotel ihres Vorsitzenden, kamen die Mitglieder der Vereinigung Harzer Köche am Mittwoch zu ihrer Jahreshauptversammlung zusammen.

Zu Beginn der Sitzung überraschte der Vorsitzende die Mitglieder mit dem Hinweis, dass er am 8.April in Hannover zum Vorsitzenden des Landesverbandes der Köche Niedersachsens im Verband der Köche Deutschlands gewählt wurde.

In seinem Jahresbericht ging es dem 1. Vorsitzenden Michael Klutt nicht nur um den Rückblick auf das Jahr 2012 und auf 40 Jahre Jugendmeisterschaft, sondern auch um Themen, die ihm unter den Nägeln brennen.

Die Harzer Jugendmeisterschaft wurde in diesem Jahr auf November verlegt. Diese Veranstaltung liegt der Vereinigung sehr am Herzen. Allerdings trüben Meinungsverschiedenheiten mit der BBSII-Osterode die Stimmung.

Bisher war es im gesamten Harz so üblich, dass die Sieger der Harzer Jugendmeisterschaft zur nächsthöheren Meisterschaft reisen…der niedersächsischen Jugendmeisterschaft.

Die BBSII Osterode schickt ihre Schüler ohne Teilnahme an der Harzer Jugendmeisterschaft direkt zur Niedersachsen-Jugend-Meisterschaft.

Andererseits kommt aus Osterode die Forderung, 30 Prozent der schulischen Jahresleistungen in die Bewertung des Jugendmeisters mit aufzunehmen.

Das geht leider nicht, stellte Michael Klutt fest. So etwas gibt es nämlich in keinem der bundesweiten Köchewettbewerbe oder bei IHK-Abschlussprüfungen. Die Tagesform der Kandidaten ist entscheidend. Eine externe Jury von Fachleuten aus ganz Niedersachsen bewertet die Kandidaten unbefangen und objektiv.

Wenn die Schule also an ihrer Forderung festhält, können deren Interessenten nicht mehr am Harzer Jugendmeister teilnehmen so Klutt

Dabei wäre es nach den Prüfungsergebnissen bei den Köchen eigentlich unumgänglich, jede Wettbewerbsmöglichkeit in Anspruch zu nehmen. Wir registrieren in Niedersachsen beim Kochberuf 53 Prozent Abbrecher und 66 Prozent Prüfungs-Durchfaller, sagte Klutt.

Selbstkritisch vermerkte der Vorsitzende allerdings auch, dass die Nachwuchspflege im eigenen Verein nicht optimal verläuft. Die einst gegründete Jugendgruppe mit 30 Interessenten sei inzwischen eingeschlafen.

Wir haben im Vorstand einen Jugendwart und es ist mir nicht gelungen ihn so anzufeuern, dass er eine aktive Jugendarbeit praktiziert meinte Klutt zum Abschluss seines Berichtes.


Info:

Die Vereinigung Harzer Köche von 1948e.V. verfügt über 96 Mitglieder

Vorsitzender: Michael Klutt, Im Siebertal 2, 37412 Herzberg, Tel.: 05521-2483

Aktivitäten: Förderung von Auszubildenden im Bereich Köche und Service sowie Kontaktpflege der Berufsgruppe

Höhepunkt im Jahr: Nachwuchswettbewerb Harzer Jugendmeisterschaft.


Monatsversammlung Juni an der Okerstaumauer







Harzer Köche in Staumauer

Zu ihrer Maiversammlung trafen sich die Harzer Köche an der Okerstaumauer zur Besichtigung…ein nicht ganz alltäglicher Termin.

Im strömenden Regen ging es dann abwärts in die Okerstaumauer.

Die Okerstaumauer wurde 1956 fertig gestellt hat bis heute ohne nennenswerte Störungen Ihren Dienst getan. In und an der Staumauer arbeiten unter anderen noch Maschinen aus dem Gründerjahr…solide deutsche Technik.

Die Besichtigung führte durch die Staumauer bis zum Fuß der Mauer im Okertal. Die Staumauer ist 75 Meter Hoch und 260 Meter Lang und kann bis zu 47 Mill. Kubikmeter Wasser stauen.

Das über eine Rohrleitung aus der Okertalsperre gespeiste Wasserkraftwerk in Romkerhall besitzt eine Ausbauleistung von 4,14 MW. Es wurde 1956 in Betrieb genommen und ist mit einer einzelnen Francisturbine ausgestattet. Das Gefälle beträgt 80 m, der Nenndurchfluss 6,5 m³ pro Sekunde und die Jahresarbeit 12 Millionen kWh pro Jahr. Das Kraftwerk wird als Speicherkraftwerk etwa acht Stunden täglich betrieben. Es entwässert direkt in das Flussbett der Oker. An dieser Stelle beginnt die auf der Oker ausgewiesene Wildwasserstrecke, die vor allem für den Kanusport genutzt wird. Aus dem unregelmäßigen Kraftwerksbetrieb resultieren starke und zum Teil abrupte Wasserstandsänderungen in der Oker bis hin zum Ausgleichsbecken der Okertalsperre.

Über den 7,4 km langen Oker-Grane-Stollen, dessen Einlauf bei Romkerhall und dessen Auslauf am Ostufer der Granetalsperre liegt, kann Wasser aus der Okertalsperre (Kraftwerk oder Grundablass) in die Granetalsperre geleitet werden, wo es für Trinkwasser aufbereitet werden kann. Die Granetalsperre selbst hat nur ein verhältnismäßig kleines Einzugsgebiet und ist für ihre Trinkwassergewinnung auf weitere Zuflüsse angewiesen. Der Oker-Grane-Stollen wurde in der Zeit von 1968 bis 1970 erbaut.

Eine Interessante Führung endete am Romkerhaller Wasserfall.

Bei anschließendem Smalltalk in der Brückenschenke wurden noch Kochspezifische Fachgespräche geführt.

Der Vorsitzende der Köchevereinigung Michael Klutt regte an, für die Abschlussprüfungen der Köche in Südniedersachsen identische Warenkörbe zu nutzen.

So sei gewährleistet, dass alle Prüflinge mit dem gleichen Schwierigkeitsgrad ihre Gesellenprüfung ablegen können.









Monatsversammlung Juni in Wendefuhrt






Harzer Köche einmal anders.

Eine Seefahrt die ist lustig – die Monatsversammlung für Juni fand auf dem Wasser statt. Bei strahlendem Sonnenschein trafen sich die Harzer Köche in der schwimmenden Gaststätte „ Zum Hecht“ auf dem Wasser der Wendefuhrttalsperre.

Die Talsperre Wendefurth im Harz ist eine zwischen 1957 bis 1964 errichtete, aus Talsperre, Wasserkraftwerk und Stausee bestehende Stauanlage bei Wendefuhrt im Landkreis Harz in, die der Hauptsperre Rappbodetalsperre nachgeschaltet ist.

Ihre 43,5 m hohe Staumauer staut besonders die Bode und deren Zufluss Rappbode zum etwa 78 ha großen Stausee Wendefurth auf. Außerdem dient sie als Unterbecken für das Pumpspeicherkraftwerk Wendefuhrt. Zusätzlich wird ihr Stausee als Badesee und zur Fischzucht genutzt.

Die gekrümmte Gewichtsstaumauer, die durch ihr Eigengewicht die Bode aufstaut, ist etwa 230 m lang und an ihrer Krone 3 m und an der Basis rund 30 m breit. Über der Talsohle ist sie 33,8 m und über der Gründungssole 43,5 m hoch.

Das anliegende Gestein besteht aus nicht besonders wasserdichtem Mangan-Schiefer. Damit nicht von unten anliegender Sohlenwasserdruck die Mauer anhebt, wird die Sohle durch über 40 Glocken mit Steigleitungen entlastet. Der sich aufbauende Wasserdruck wird in Abständen nachgemessen. Anhand eines toten Stollens wird das Langzeitverhalten des Berggesteins untersucht. Zudem ist die Mauer von mehreren Kotrollgängen zu Revisionszwecken durchzogen.

Die Attraktion des Tages war eine Floßfahrt über die Talsperre bis unterhalb der Sperrmauer der Rappbodetalsperre. Eine wunderbare Naturlandschaft und die Stille des Wassers begleitete die Harzer Köche beim Kaffetrinken auf dem Floß. Mit zünftiger Musikbegleitung ging es in einer 2 stündiger Rundreise über die Talsperre.

Eine Versammlung ohne großes Thema ging gegen 18.00 Uhr zu ende. Es gab noch frisch geräucherte Forellen erster Qualität mit auf den Heimweg. Die Köche treffen sich nach der Sommerpause wieder im September zu einem Grillabend.vb

 
















Monatsversammlung im September





Eine Berufsschule ist raus aus dem Wettbewerb

Vereinigung Harzer Köche organisiert Harzer Jugendmeister neu – Theorie und Praxis getrennt

Altenau. In ihrer September-Monatsversammlung arbeitete die Vereinigung Harzer Köche eine Reihe von Vorgängen aus der Sommersaison ab. Dazu war man in der christlichen Jugendbildungs- und Tagungsstätte an der Altenauer Schwefelquelle zusammengekommen.

 

Dessen Küchenleiter Torsten Reitzig ist Mitglied in der Köchevereinigung und engagiert sich ganz aktuell als neuer Jugendwart. Er übernimmt dazu die Nachfolge von Marcus Renken, der sich wegen beruflicher Belastungen aus dieser Funktion verabschiedete. Eigene Aktivitäten wird der neue Jugendwart nach Absprache mit dem Vorstand Anfang 2014 vorstellen.

 

Einmal mehr bestimmte der Nachwuchswettbewerb „Harzer Jugendmeister“ die Debatte unter den Köchen. Diesmal waren es inhaltliche Differenzen mit den Berufsbildenden Schulen (BBS II) in Osterode, die auch nach mehreren Treffen nicht ausgeräumt werden konnten. Die Schüler aus Osterode werden deshalb in diesem Jahr nicht am Wettbewerb teilnehmen.

 

Eine neue Übereinkunft zwischen den Köchen und der BBS in Bad Harzburg legt den Theorieteil des Wettbewerbs in die Hände der Schule. Bei der großen Abschlussveranstaltung, diesmal am 27. November, konzentrieren sich Prüflinge und Prüfer auf den praktischen Teil in der Küche und den Service.

 

In seinem Bericht über die Generalversammlung der bundesweiten Köchevereinigung kritisierte Michael Klutt die „bedauerlich schwache Beteiligung“ seiner Kollegen. Von rund 10 000 Mitgliedern hätten sich lediglich 2400 an der Wahl des Vorstands beteiligt, deren neuer Präsident nun Andreas Becker aus Trier ist.

 

Für die eigene Organisation regte Klutt eine Diskussion über die regelmäßigen Zusammenkünfte an. „Ich könnte mir vorstellen, dass wir die bisherigen Monatsversammlungen durch ausgewählte, interessante Veranstaltungen ersetzen, zwischen denen längere Zeitabschnitte liegen“, sagte er.

 














Monatsversammlung November






Treffpunkt Gosebrauerei mit Grünkohlessen

Das war mal ein Programm für die (Harzer) Köche

Am 10. November trafen sich Mitglieder der Harzer Köche zu einer Veranstaltung, welche von den tapferen Köchleins geliebt wird….die Besichtigung einer Kleinbrauerei, natürlich mit Verkostung und Demonstration.

Aber der Reihe nach.

Nach Einbruch der Dunkelheit trafen sich die Mitglieder der Köchevereinigung In der `Gose´ dem Brauhaus zu Goslar beim Gose-Braumeister Odin Paul.

Er führte die interessierten Köche durch sein duftendes Reich und erklärte klar und verständlich den Brauprozess…das so etwas durstig macht wußte Odin…den von jeder erklärten Biersorte gab es dann auch gleich Proben.

Die Köche waren sich nicht so richtig einig, welches das beste Bier sei…so mußte natürlich noch einmal das Gosebier, das Harzer Urbier, oder das Rammelsberger Pils getestet werden.

Da solche Tests nicht ohne Grundlage gemacht werden sollten, hatte der Vorsitzende der Harzer Köche ein deftiges Grünkohlessen bestellt.

Bei Wellfleisch, Treberwurst und anderen Köstlichkeiten floß dann noch das eine oder andere Bier die Kehle hinunter.

Da Köche aber pflichtbewußte Menschen sind, hatten sie natürlich ihre Frauen mitgebracht, damit diese dafür sorgten, daß die Führerscheine in der Brieftasche blieben.

 

Das war eine gelungene Veranstaltung mit viel Spass und einer großen Teilnehmerschaft

 

 

 


Monatsversammlung Dezember






 

 

 

 

Jahresrückblick bei der Weihnachtsfeier

 

Vereinigung Harzer Köche verbindet Gemütlichkeit mit Veranstaltungsretrospektive

 

 

 

Was machen Köche, wenn Sie zu ihrer Dezember-Zusammenkunft einladen? Na, klar, sie blicken auf das abgelaufene Jahr zurück. In Müllers Hof-Café (Bartolfelde) zog Vorsitzender Michael Klutt seine Notizen aus der Tasche, überflog die Aufzeichnungen und berichtete über Veranstaltungen und Verbandsaktivitäten aus 2013, darunter die Monatsversammlungen, den Harzer Jugendmeister sowie eine Reihe von Aktivitäten aus Landkreis, Bezirk und Land.

 

 

 

Die Dezember-Zusammenkunft ist allerdings zugleich auch die Weihnachtsfeier der Harzer Köchevereinigung mit allem, was dazu gehört: Kaffee, Kuchen, Nachbarschaftsgesprächen und „wichteln“. Jeder hatte ein kleines Präsent mitgebracht. Nach der „Würfelei“ (Päckchen nach rechts, Päckchen nach links, freie Auswahl), fanden am Ende alle Aufmerksamkeiten einen neuen Besitzer.