Roland Schöne


Halberstadt ist ein Tor zum Harz, hier wurde Roland Schöne 1959 geboren. Er besuchte in seiner Heimatstadt die Polytechnische Oberschule und schloss sie mit der Mittleren Reife ab.

 

Im Jagdschloss Spiegelsbergen bei Halberstadt erlernte er bei Küchenmeister Rolf Grüning den Beruf Koch. Seinem Lehrmeister gelang es, Schöne nicht nur die erforderlichen Fähigkeiten und Fertigkeiten des Berufs zu vermitteln, sondern er erweckte in ihm auch die Liebe zum Kochen.

 

Nach der Lehre arbeitete Roland Schöne als Koch im Weißen Ross in Halberstadt, und nach nur 6 Monaten erhielt er die Chance, sein Können und seine Kenntnisse an den Nachwuchs weitergeben zu können: In der Halberstädter HO wurde er für die betriebliche Ausbildung von jeweils etwa 35 Lehrlingen aus 5 Gastronomiebetrieben der Umgebung verantwortlich.

 

1979 musste Schöne seinen Armeedienst antreten und nutzte diese Zeit, um Großküchenerfahrung zu machen. Diese Erfahrung erwies sich als nützlich, als er 1980 das Handwerkererholungsheim in Wernigerode übernahm und hier durchgängig etwa 90 Gäste zu versorgen hatte.

 

Völlig andere Anforderungen ergaben sich für ihn, als er von der HO als Objektleiter für die Gastronomie des Halberstädter Sommerbades eingestellt wurde. Hier ging es dann bei der Gästeversorgung eher um Masse statt Klasse. An schönen Sommertagen mussten bis zu 8.000 Badegäste mit kleinen Speisen und Getränken versorgt werden.

 

Nach der Wende hatte Roland Schöne die Chance, den Betrieb als Eigentum zu erwerben. Gemeinsam mit seiner Ehefrau Sylvia, sie ist ebenfalls gelernte Köchin, griff er zu. Inzwischen hat das Fachehepaar fast drei Millionen investiert, und man bietet in der Gaststätte am Sommerbad jetzt Klasse statt Masse. Auf der Speisenkarte wird Roland Schönes Kochstil deutlich: Bürgerliche Deutsche Küche.