Alfred Apelt


Küchenmeister Alfred Appel ist gebürtiger Saarländer. Lehrstellen in Küchen waren im Saarland knapp und so nahm Appel nach seiner Volksschulausbildung im Schwarzwaldort St. Blasien im Hotel Klosterhof eine Lehrstelle an. Das war derzeit das "erste Haus" am Platze. Sein Ausbilder war Küchenmeister und Konditormeister und bevorzugte schon damals die regionale Küche.

Im Schwarzwald sind Wild und Süßwasserfische die wichtigsten regionalen Küchenrohstoffe, ganz ähnlich wie im Harz. Gekocht wurde "gradlinig und ohne Firlefanz", so erinnert sich Alfred Appel, also möglichst einfach, mit frischen Zutaten. Diese Art zu kochen hat ihn geprägt, und auch als Patron der "Alten Harzstraße" bietet er seinen Gästen vornehmlich gutbürgerliche Küche mit regionalen Produkten der Saison an.

Alfred Appel kann auch auf berufliche Auslandserfahrung zurückblicken: Gleich nach seinem Lehrabschluß ging er in die Schweiz. Hier lernte er als Entremetier in einem 200-Betten-Hotel Gemüsearten kennen, die in Deutschland damals noch kaum bekannt waren, zum Beispiel Lattich, ein Blattgemüse, das in unserer Gegend immer noch nicht angeboten wird.

Nach der Schweiz kam der Jungkoch in den Südharz und lernte dort seine Frau kennen. Aus diesem Grunde wurde seine geplante berufliche Station im norddeutschen Plön nur zu einem kurzen Gastspiel.

Seit 1969 arbeitet Alfred Appel in seinem Betrieb in Osterode-Freiheit. Als Jungkoch baute er die Küche schrittweise auf, vernachlässigte aber auch seine eigene berufliche Weiterbildung nicht, so dass er 1978 die Küchenmeisterprüfung vor der Industrie- und Handelskammer in Braunschweig ablegen konnte. 1980 übernahm er gemeinsam mit seiner Frau Monika, die als Hotelkauffrau auch vom Fach ist, den Betrieb von den Schwiegereltern. Den Gästen stehen hier inzwischen 240 Innenplätze und im Sommer zusätzlich 150 Außenplätze zur Verfügung.

In der Küche sorgen 4 Köche und 2 Lehrlinge für das leibliche Wohl der Gäste. Patronchef Appel gibt die Richtlinien des Kochstils an, und die heißen für ihn immer noch: möglichst einfach, mit frischen Zutaten.