Hans F. Brix


Clausthal-Zellerfeld. Hans-F. Brix ist Küchenmeister und gibt seine Berufserfahrung als Lehrer für Fachpraxis seit nunmehr 17 Jahren im Rahmen seines Unterrichts an der Oberbergrat-Albert-Schule an den Köchenachwuchs weiter.

Brix ist in der Nähe von Flensburg geboren, absolvierte die Realschule und lernte in Meldorf Koch. In seinem Ausbildungsbetrieb hatten die Lehrlinge noch sehr viele Arbeiten nebenher auszuführen, wie Kohlenschleppen und den Garten in Ordnung zu halten. So lernten sie aber neben den beruflichen Fertigkeiten auch das Arbeiten. In dieser Phase der Ausbildung ereignete sich die Sturmflutkatastrophe von 1962. Hier hatte der junge Koch unter schwierigsten Bedingungen die vielen Katastrophenhelfer zu versorgen, möglichst mit etwas Heißem.

Die Lehre betrachtete Hans-F. Brix als berufliche Grundausbildung und kochte sich danach über verschiedene Stationen "hoch". Zu nennen sind hier das Parkhotel in Husum, das Parkhotel Kronberg bei Frankfurt, die Rose in Hildesheim und das Hotel Axelmannstein in Bad Reichenhall, das zur Steigenberger-Gruppe gehört.

1970 entschloß sich Brix, für ein Jahr nach Südafrika zu gehen. Er übernahm in Johannesburg im ersten Haus am Platze zunächst die Stelle des Sauciers und wurde dann Küchenchef. Seine Küchenbrigade war international besetzt. Neben einheimischen Helfern, waren Schweizer, Engländer und Österreicher als Köche tätig. Diese Internationalität fand sich auch auf der Speisenkarte des Hauses wieder.

Zurück in Deutschland arbeitete Brix als Küchenchef im Schwarzwald. 1972 legte er vor der Industrie- und Handelskammer in Heidelberg seine Küchenmeisterprüfung ab. Danach zog es ihn wieder in den Norden Deutschlands. In Neumünster durchlief er ein Fachstudium zum Konserventechniker und anschließend eine weitere Ausbildung zum Lehrer für Fachpraxis im Harz.

Hans-F. Brix hat die Landschaften in denen er arbeitete, stets auch unter kulinarischen Aspekten angesehen. So ist der Küchenmeister in der Lage, die vom Lehrplan der Schule vorgegebenen Gerichte mit etwas internationalem Flair zu versehen. Dieses berufliche Können hat er sich nicht irgendwo angelesen, er hat es selbst erlebt und selbst erarbeitet. Viele seiner ehemaligen Schüler sind inzwischen im Ausland tätig, einige auch als Küchenchefs.