Günter Wahnfried



 

 

 

 

 

 

"Ich koche aus Liebe zum Beruf", so Günter Wahnfried, auf die Frage, warum er gerade das Kochen zu seiner Profession gemacht habe.

Anfang der sechziger Jahre absolvierte er seine Lehre im Ratsweinkeller in Berlin-Schönberg und kochte dort schon für internationale Gäste. Dann wechselte er ins Hotel "Berlin", das damals zu den führenden Häusern zählte. Seine nächste Station war für etwa ein Jahr das "Atlantik" in Hamburg, hier arbeitete er als Rotisseur und hatte viel mit dem Küchenrohstoff Fleisch zu tun.

Anschließend ging Günter Wahnfried für ein Jahr nach St. Moritz um seine beruflichen Fähigkeiten und Fertigkeiten zu vervollkommnen, denn auch damals schon zog es engagierte Köche in die Schweiz. Er lernte hier routiniert mit Schalen- und Krustentieren umzugehen, die im Deutschland der damaligen Zeit noch eine Kostbarkeit waren.

Zurück in Berlin, bewies Wahnfried sein Können im Kempinski-Grillrestaurant, oft auch sehr illustren Gästen. Gern erinnert er sich daran, daß Herbert von Karajan neben der Musik auch das Kochen als Kunst anerkannte und sich bei ihm persönlich für außerordentliche Leistungen bedankt habe.

1969 legte Günter Wahnfried vor der Industrie- und Handelskammer Berlin seine Meisterprüfung ab und ging dann als Chefsaucier ins Ambassador.

Seine Kenntnisse in der Verarbeitung von Fischen vervollkommnete Wahnfried in den Conti-Stuben, Berlins feinstem Fischrestaurant. Dort war schon 1970 ein einfaches Fischmenü nicht unter DM 40,- zu haben.

Irgendwann war Wahnfried der Insellage Berlins überdrüssig, und er nahm 1972 die Chance wahr, als Küchenchef die Küche des Hotels Panoramic von Anfang an aufzubauen um hier seinen ganz persönlichen Stil zu verwirklichen. Selbstverständlich hat er sich auch an die wirtschaftlichen Gegebenheiten zu halten und kocht á la carte, gut bürgerlich, er kennt sich auch in der Verpflegung von Großveranstaltungen aus. Am liebsten ist ihm aber die gehobene Küche, wenn`s bezahlt wird.

Günter Wahnfrieds Lieblingsrezept ist die Dietrichstaler Wilddiebspfanne: