Silvia Füllgrabe



Clausthal-Zellerfeld. Die Küchenchefin der Goldenen Krone setzt ihre Erfahrungen aus dem elterlichen Haushalt und die im Berufsleben erworbenen Fachkenntnisse ein, um den Gästen des Clausthaler Betriebes langfristig Speisen zu bieten, deren Qualitätsniveau zuverlässig

in den Bereich "gutbürgerlich" und besser einzuordnen sind. Silvia Füllgrabe stammt aus Norddeutschland. Sie und ihre sieben Geschwister mußten schon früh im ländlichen Haushalt mithelfen, und der große Nutzgarten war für die Versorgung der Familie eine wichtige Quelle. Schon als kleines Mädchen kochte sie gern und war notwendigerweise daran gewöhnt, die eigenen Gartenprodukte zu verarbeiten, denn zugekauft wurde kaum etwas.

Frisch geerntete Gemüse und Früchte der Saison waren für sie die selbstverständlichen Küchenrohstoffe, und die jetzige Küchenchefin ist heute noch davon überzeugt, daß auch im Zeitalter der mehr oder weniger perfekt vorfabrizierten oder haltbargemachten Produkte Frischkost klar überlegen ist.

Ihre erste Station in der Fremde war ein Ausbildungsbetrieb in Braunlage. Bei Küchenmeister Roland Lips, Kurhotel Rögener, lernte sie die professionelle Speisenherstellung. Weitere Stationen ihres beruflichen Werdeganges waren Hotels in Offenbach und Bremen. Es zog sie aber bald in den Harz zurück, und sie kochte mehr als 13 Jahre lang in einem typischen Harzer Gastronomiebetrieb. Der Chef des Hauses war Jäger und sorgte selbst für die Beschaffung dieses typischen Harzer Küchenrohstoffes. Aufgabe seiner Küchenchefin war es, den Gästen das gesamte Wildbret anzubieten, nicht nur die Edelteile. Silvia Füllgrabe verarbeitet zwar auch gern Filet und Keule, aber ganz besonders reizvoll ist es für die engagierte Köchin, Brust und Schulter von Schwarzwild und Rotwild so pfiffig und schmackhaft zuzubereiten, daß die Gäste diese Stücke nicht außen vor lassen.

Jetzt bringt die junge Küchenchefin ihr Talent in die Speisengestaltung der traditionsreichen Goldenen Krone ein. Ganz besonders gern stellt sie Menüs her, die gehobenen Ansprüchen von Kennern guter Küche gerecht werden. Dann kommt beim Kochen "der Moment, wo man merkt, daß man es gelernt hat". Pe